Erhält ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber an seiner Direktversicherung bis zum Erreichen der gesetzlichen Unverfallbarkeit nach § 1b BetrAVG (Betriebsrentengesetz) nur ein widerrufliches Bezugsrecht, kann im Insolvenzfall der Insolvenzverwalter die Zusage widerrufen. Mangels Bezugsrecht des Arbeitnehmers ist es ihm dann auch möglich die Direktversicherung zu kündigen und den Rückkaufswert zur Masse zu ziehen.

Verstößt er dabei gegen arbeitsrechtliche Verpflichtungen, macht er sich unter Umständen auch persönlich schadensersatzpflichtig. Allerdings ist diese Pflicht nach Auffassung des BAG (Bundesarbeitsgericht) nicht auf die Erstattung der Beiträge zur Direktversicherung oder Zahlung des Rückkaufswertes gerichtet, sondern auf Kompensation des Versorgungsschadens.

(BAG, Urteil vom 18.09.2012 – 3 AZR 176/10)